PR-Marktplatz

Was ist Litigation-PR und was haben Klienten und Partner davon? Hier meine Kundenpräsentation.

Litigation-PR im Straf- und Zivilrecht

Litigation PR weist in Methodik und Zielsetzung markante Unterschiede zur klassischen PR-Aufgaben auf. Schnittmengen zur Krisen-PR, zum Reputations Management und zur Finanzkommunikation existieren ohne Zweifel. Aber es gibt auch markante Unterschiede. Ein Web-Finding auf der Seite von Uwe Wolff zu dem Thema möchte ich gerne sharen.

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Litigation-PR muss die Besonderheiten und Unterschiede des Straf- und des Zivilrechts berücksichtigen. Im Strafrecht hilft eine wirkungsvolle, strategische Rechtskommunikation, den Mandanten zu entlasten und dadurch gegenüber den Anklägern zu verteidigen. Im Zivilrecht kann eine effektive Litigation-PR helfen, bestehende Ansprüche abzuwehren oder zu gewinnen. Ob in der strafrechtlichen oder der zivilrechtlichen Sphäre: Litigation-PR kann das gerichtliche Klima durchaus im Sinne des Mandanten beeinflussen, denn auch Richter, Beisitzer, Schöffen, Staatsanwälte und Zeugen nutzen Medien.

Strafrecht:

Im Strafrecht konzentriert sich die Rolle der Litigation-PR auf die nachhaltige Unterstützung des Angeklagten. Dabei kann sie zu einem extrem wirkungsvollen Instrument der Verteidigung werden: Litigation-PR liefert ein notwendiges Korrektiv zur Informations- und Deutungshoheit der Staatsanwaltschaft während der Ermittlungsphase und mit ihrer Hilfe lassen sich entlastende Informationen beschaffen. Damit kann der mediale Vorsprung der Staatsanwaltschaft gegenüber der Verteidigung aufgeholt, ergänzt und neu ausgerichtet werden. Litigation-PR kann erwiesenermaßen die Ermittlungsrichtung der Staatsanwaltschaft beeinflussen. Da es häufig begründete Zweifel an der Neutralität der Staatsanwaltschaft gibt, ist es eine vordringliche Aufgabe der Litigation-PR, die Perzeption des Angeklagten in der Öffentlichkeit und bei den übrigen Verfahrensbeteiligten gezielt zu korrigieren.

Zivilrecht:

Eine mächtige, effektive Litigation-PR kann es durchaus schaffen, dass sich die streitenden Parteien bei Fällen mit brisanten Themen, hohen Streitwerten und extremer Komplexität an den Tisch setzen, um einen Vergleich auszuhandeln. Postulierte Ansprüche können durch eine effektive Litigation-PR wirkungsvoll unterstrichen werden, sowohl gegenüber dem juristischen Gegner als auch in der Öffentlichkeit. Bei einem schwachen, zweifelhaften Sachverhalt kann eine effektive Litigation-PR mit ihrem Abschreckungspotenzial auch dazu beitragen, dass Anspruchssteller ihre schwache Position und ausbleibende öffentliche Unterstützung rechtzeitig erkennen und daher konsequent von einem Rechtsstreit oder einem Prozess absehen.

Vor Gericht und auf Hoher See…

Litigation PR schützt Unternehmen vor Reputationsschäden und hilft bei der Durchsetzung von Rechtsansprüchen.

Die römische Juristenweisheit „Vor Gericht und auf hoher See sind wir allein in Gottes Hand“ wird gern verwendet, um die scheinbare Hilflosigkeit im Umgang mit Recht und Gesetz zu beschreiben. Die Unwägbarkeiten einer juristischen Auseinandersetzung für Unternehmen wie für Privatpersonen sind damit sprichwörtlich geworden.

Eins ist klar: Straf- oder zivilrechtliche Auseinandersetzungen bergen nicht nur rechtliche Risiken sondern auch kommunikative, denn die mediale Öffentlichkeit interessiert sich zunehmend für solche medienwirksamen Prozesse. Von Kachelmann bis Hoeness, von Breuer bis Kirch – für die Betroffenen wird die Öffentlichkeit zum Gerichtssaal. Vor, während und nach dem Gerichtsprozess kann die mediale Berichterstattung über die Angeklagten und den Fall schnell zu einer akuten Bedrohung für die Marke und die Reputation des Unternehmens und seine Eigentümer werden.

Vor diesem Hintergrund hat in den letzten Jahren der Bereich Litigation PR immer stärker an Bedeutung gewonnen. Litigation PR ist dabei zu einer neuen Kommunikationsdisziplin parallel zur klassischen Krisenkommunikation geworden, die insbesondere folgende Ziele verfolgt:

· Reputationsschaden von den Klienten fernhalten

· Den Einfluss der öffentlichen Diskussion auf den Prozessverlauf verringern oder in ein bestimmte Richtungen lenken

· Eine außergerichtliche Einigung herbeiführen – insbesondere bei Zivilrechtsverfahren

Eine professionelle Medienstrategie entscheidet immer häufiger darüber, ob man einen Prozess nicht nur im Gerichtssaal, sondern auch in der Öffentlichkeit gewinnt. Fleishman-Hillard verfügt als strategische Kommunikationsberatung über eine breite Expertise in diesem Bereich. Als internationale Netzwerkagentur unterstützen wir nationale und internationale Klienten und Kanzleien bei gerichtlichen Auseinandersetzungen und sorgen dafür, dass die Unwägbarkeiten einer Medienschlacht kontrollierbar bleiben – damit die Wellen nicht so hoch schlagen wie auf der sprichwörtlichen Hohen See.

Mehr als 15 Sekunden

Welche “15 Sekunden” eines Interviews wählen Journalisten aus? Adrian Peter empfiehlt allen Pressesprechern, in ihren Unternehmen eine realistische Vorstellung von sendefähigen Statements zu vermitteln. Für Armin Sieber ist Peters Beitrag ein Beleg dafür, wie unausgewogen Journalisten berichten - und wie gut sie sich dabei vorkommen. Dies ist meine Gegenrede.

Die Kameras laufen. Der Vorstand hat sich für das Interview vorbereitet, er erhält letzte Informationen des Pressesprechers. Mit Beginn des Interviews stellt der CEO die Leistungen seines Unternehmens im letzten Geschäftsjahr vor. Dabei blickt er immer häufiger in gelangweilte Gesichter. Viele Journalisten lassen die Unternehmensinformationen ungerührt an sich vorbeiziehen - ein Großteil des Beitrags ist sowieso schon geschrieben. Die Journalisten warten. Sie warten auf den großen Augenblick, den Versprecher, den Ausrutscher, das Einknicken bei vermeintlich investigativen Fragen. Sie warten auf die zitierfähigen 15 Sekunden - ihre 15 Sekunden.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Der unabhängige Journalismus ist ein Erfolgsmodell in unserem Land und eine Voraussetzung dafür, dass unser Job als Unternehmenssprecher so professionell funktionieren kann. Denn kompetente, unabhängige Journalisten tragen ganz wesentlich dazu bei, dass es einen vertrauensvollen Dialog zwischen Unternehmen und Öffentlichkeit überhaupt geben kann. Wer einmal im Ausland gearbeitet hat, weiß, dass wir hier in Deutschland ein Vertrauensklima haben, von dem andere Öffentlichkeiten nur träumen können, allen medienträchtigen Skandale zum Trotz.

Journalisten unter Quotendruck

Leider häufen sich aber auch bei uns die Beispiele eines investigativen Journalismus, der nur noch ein Zerrbild einer unabhängigen Berichterstattung ist. Immer komplexere Zusammenhänge, immer höherer Zeitdruck und Quoten, die den Erfolg der Sendung bestimmen. Auch Herr Peter kennt die eiserne Regel des Geschäfts: Die Quote wird von negativen Nachrichten getrieben, auch im wohlbestallten öffentlich-rechtlichen Rundfunk. In einer Medienwelt in der nur schlechte Nachrichten gute Nachrichten sind, wird der komplexe Gesamtzusammenhang oft genug ausgeblendet. Aus dieser Perspektive geht es immer seltener um den Gesamtkontext eines 30 minütigen Interviews.
Sollte es aber. Denn die Aufgabe des Journalismus besteht neben dem Aufdecken von Skandalen und Skandälchen auch darin, ein umfassendes und faires Bild der Unternehmenswirklichkeit zu bieten. Die mag nicht immer so sein, wie wir Unternehmenssprecher sie und wünschen. Aber sie ist fast immer komplexer als sie uns viele Journalistenkollegen glauben machen wollen. Und in 15 Sekunden passt die Darstellung von komplexen Zusammenhängen in den seltensten Fällen.

Was wir leisten müssen

Das ist weder ein Grund zur Klage noch zur Medienschelte. Als Unternehmenssprecher müssen wir einen offenen und ehrlichen Dialog mit der Öffentlichkeit organisieren können - über Erfolge genauso wie über Misserfolge. Wir müssen den CEO darauf vorbereiten, dass er die 15 zitierfähigen Sekunden, die die Journalisten so dringend benötigen, mit den relevanten Informationen liefert. Und ja: Wenn die Berichterstattung mal nicht so gut ausgefallen ist, dann gehört es auch zu unserem Job, laut und vernehmlich zu sagen, dass der Wunsch nach Gegendarstellung oder der Beschwerdebrief an den Intendanten keine gute Idee ist.
Eins ist aber sicher: Ein kompetenter und fairer Journalist ist in den Unternehmen, die ich kenne, immer gern gesehen. Kompetenz und scharfe Analyse sind explizit erwünscht, denn komplizierte Zusammenhänge fordern aufmerksame Gesprächspartner. Wie kann es sein, dass Futtermittel kontaminiert sind, und die Lebensmittel dennoch unbedenklich? Welche Regulierungsmechanismen führen dazu, dass Impfstoffe knapp werden? Wieso kostet es den Steuerzahler viel mehr, wenn die staatliche Förderung eines schwächelnden Unternehmens jetzt eingestellt wird? Von der Wirtschaft wird ein Maximum an Transparenz gefordert - zu Recht. Wer aber Transparenz fordert, darf nicht vor komplexen Sachverhalten in die Knie gehen. Und Hand aufs Herz: Wir alle kennen Beispiele, bei denen die Komplexität in 15 Sekunden auf der Strecke geblieben ist.

http://prreport.de/home/aktuell/article/6666-mehr-als-15-sekunden/

Der Wutbürger - eine Herausforderung für die Unternehmenskommunikation

Sie protestieren gegen Flughäfen, Bahnhöfe und die Gier der Banker: In Deutschland begehren Bürger auf. Was treibt sie an? Was verbindet sie? Eine Studie seziert die neuen Bewegungen - und stellt fest: Die Rebellen sind vor allem grauhaarig, gut gebildet und bestens versorgt.


Magister, Doktoren und Ingenieure: Die meisten Protestierenden haben einen...

Weitere Informationen zu der Studie des Göttinger Instituts für Demokratieforschung findet man hier:

http://www.demokratie-goettingen.de/content/uploads/2013/01/Gesellschaftsstudie.pdf


Lesenswerter Artikel dazu auch unter http://bit.ly/11dWi3z

 
Medienarbeit heißt: Geschichten erzählen, die die Leser faszinieren. In einem Vortrag im Juni 2012 in Oslo habe ich die 9 Punkte diskutiert, auf die es bei wirksamer Medienarbeit ankommt.

Key results from the largest survey on strategic communication, corporate communications, communication management and public relations worldwide. We asked 2.200 communication professionals from 42 countries. See the results! A joint project by EUPRERA (European Public Relations Education and Research Association), EACD (European Association of Communication Directors), and Communication Director magazine, sponsored by Ketchum Pleon. Conducted by a research group from 11 renowned universities across Europe, led by Professor Ansgar Zerfass, University of Leipzig. Full chart report available at http://www.communicationmonitor.eu

Leadership in der PR - worauf es Kommunikatoren ankommt

 
Eine aktuelle Studie der Universität Leipzig sagt, worauf es Top-Kommunikationsentscheider ankommt. Sie konzentrieren sich auf drei zentrale Herausforderungen: Tempo, Social Media und Mitarbeiter Engagement.

Interessante Studie mit noch interessanterem Datenband.

Interessante Studie mit noch interessanterem Datenband.