Das amerikanische IR Magazine befragte mehr als 800 US-amerikanische Unternehmen zu deren Erfahrungen mit Krisen. Besonders spannend: Welche Erkenntnisse und Konsequenzen wurden daraus im Hinblick auf Crisis Preparedness gezogen. Eine deutliche Mehrheit stellt heute den langfristigen Schutz der Reputation in den Vordergrund der Krisenplanung. Shareholder-Retention und Kursstabilisierung sind von eher nachhgeordneter Bedeutung in der Krise.
In Zeiten volatiler Kapitalmärkte profitieren Unternehmen von Privatanlegern, die Aktien halten, Anleihen zeichnen und so Stabilität schaffen. Wie und mit welchen Informationen diese Zielgruppe versorgt werden möchte und wo heute noch Defizite in der Finanzkommunikation liegen, hat das Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig gemeinsam mit der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. (DSW), der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (SdK) und der Deutsche EuroShop AG untersucht. Befragt wurden mehr als 500 Privatanleger in Deutschland mit monetärem Engagement in Aktien, Investmentfonds und/oder Unternehmensanleihen.

Die Implosion des Vertrauens droht langfristig den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu unterminieren und entzieht auch PR-Managern die Grundlage für zielgerichtete Kommunikation. Glaubwürdigkeit ist für sie wie eine Währung, in der man Botschaften austauscht: Ist die Währung abgewirtschaftet, haben auch die Waren keinen Wert mehr. Vertrauen, Glaubwürdigkeit, Reputation – das sind zentrale immaterielle Ressourcen eines Unternehmens, und sie müssen auch genauso professionell gemanagt werden. Die Kommunikationsabteilung sitzt hier oft im Driver-Seat. Sie hat es in der Hand, nicht nur die Reputation in den Medien aktiv zu gestalten, sondern Vertrauensmanagement im Top-Management zu verankern. Sie kann die Vertrauensleistung zu einer zentralen Kennziffer in der Balanced Scorecard eines Unternehmens machen – und ein integratives Management-Modell dazu etablieren. (den ganzen Artikel gibt es demnächst im Jahrbuch “Deutscher Preis für Wirtschaftskommunikation 2012” zu lesen)
PR-Agenturen gelten als Monokulturen, die ihren Nachwuchs aus sich selbst heraus nachziehen. Zu Unrecht. Zwar ist der Wechsel von Management-Potenzial aus der Industriewelt ins Agenturleben nach wie vor selten. Aber es gibt immer mehr Gegenbeispiele: Hans-Juergen Croissant, Ernst Primosch und auch der Verfasser dieser Zeilen sind Wanderer zwischen den Welten. Ungewöhnlich sind allerdings nach wie vor Spitzenmanager, die aus der Medienbrache ins PR-Genre wechseln. Ein solcher Top-Hire ist jetzt Fleishman-Hillard gelungen. Janet Robinson, ehemaliger CEO der New York Times, heuert bei dem amerikanischen Top-Network an. Die Grenzen zwischen den Welten werden durchlaessiger. Gut so!
Microsoft’s Would-Be iPhone — From 1991
Microsoft veteran Nathan Myhrvold retired in 1999 after serving 14-years as Bill Gates’ personal tech visionary.
During his years at the computing giant’s Redmond, Washington headquarters, Myhrvold described in precise terms what the future of computing would look like. More often that not, he was pretty damned accurate: In 1991, while serving as the company’s chief visionary, Myhrvold predicted the emergence of an iPhone-like device down to the smallest detail, describing a “digital wallet” that would consolidate personal communication — telephone, schedule manager, notepad, contacts, and a library of music and books — all in one.
Rarely seen outside of Myhrvold’s inner circle, this sketch of Microsoft’s would-be iPhone portrayed a gadget that could record and archive everything you asked it to, he surmised. “The cost will not be very high,” wrote Myhrvold. “It is pretty easy to imagine a $400 to $1,000 retail price.” Microsoft, however, was too cost conscious and risk averse to execute his vision. “Hey, it was better than predicting the wrong thing,” Myhrvold says now.
Wow.
Medienquartett im Deutschlandfunk: Unternehmenskommunikation in Zeiten der Krise
Der Hauskredit von Christian Wulff, das Feuer auf der Ölplattform im Golf von Mexiko, Datendiebstahl bei Sony, das Victoryzeichen von Josef Ackermann - Beispiele für falsche Kommunikation in Krisenzeiten gibt es unzählige. Die Folge: Rücktritte, Imageverlust, Umsatzeinbußen. Wenn es brennt, hilft es selten, das Feuer zu verschweigen. Vor allem dann nicht, wenn schon Dutzende vor dem brennenden Haus stehen.
Hans Janke, ehem. stellv. Programmdirektor ZDF; Klaus-Peter Johanssen, Kommunikationsberater, ehem. Direktor Unternehmenskommunikation Deutsche Shell AG; Dirk Popp, Agenturchef Ketchum Pleon; Dr. Hajo Schumacher, Journalist, Moderator
Fleishman-Hillard stellt die deutsche Adaption der schon vor etwas längerer Zeit veröffentlichten, internationalen Digital-Influence-Studie vor. Dabei haben die deutschen Agentur-Manager dankbarerweise den Datenband noch einmal aufgeschlagen um konkrete Daten zum deutschen Markt für die Öffentlichkeit aufzuarbeiten. Dadurch gewinnen wir wichtiges Datenmaterial, um das subtile Zusammenspiel der Einflussfaktoren bei Kaufentscheidungen besser zu verstehen. Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Nach Freunden und Familie ist das Internet für die Deutschen die wichtigste Entscheidungshilfe bei Kaufentscheidungen
- Knapp 40 Prozent der Deutschen verbringen mehr als zehn Stunden pro Woche online
- Für 75 Prozent der Befragten ist das Internet die wichtigste Entscheidungshilfe
- Suchmaschinen sind für 91 Prozent der Onliner die erste Anlaufstelle
Der von Fleishman-Hillard und Harris Interactive vorgelegte Digital Influence Index 2012 ist eine der wichtigsten Studien über den Einfluss des Internets auf das Konsum- und Kaufverhalten. Die globale Studie unter rund 4.600 Internetnutzern aus China, USA, Japan, Indien, Kanada, Deutschland, Frankreich und Großbritannien erfasst zentrale Aspekte der Internetnutzung und untersucht den Einfluss verschiedener Medien auf die Entscheidungsfindung der Verbraucher.
Die wichtigsten Infografiken sind in einem E-Book zusammengefasst.

