Key results from the largest survey on strategic communication, corporate communications, communication management and public relations worldwide. We asked 2.200 communication professionals from 42 countries. See the results! A joint project by EUPRERA (European Public Relations Education and Research Association), EACD (European Association of Communication Directors), and Communication Director magazine, sponsored by Ketchum Pleon. Conducted by a research group from 11 renowned universities across Europe, led by Professor Ansgar Zerfass, University of Leipzig. Full chart report available at http://www.communicationmonitor.eu
Das amerikanische IR Magazine befragte mehr als 800 US-amerikanische Unternehmen zu deren Erfahrungen mit Krisen. Besonders spannend: Welche Erkenntnisse und Konsequenzen wurden daraus im Hinblick auf Crisis Preparedness gezogen. Eine deutliche Mehrheit stellt heute den langfristigen Schutz der Reputation in den Vordergrund der Krisenplanung. Shareholder-Retention und Kursstabilisierung sind von eher nachhgeordneter Bedeutung in der Krise.
In Zeiten volatiler Kapitalmärkte profitieren Unternehmen von Privatanlegern, die Aktien halten, Anleihen zeichnen und so Stabilität schaffen. Wie und mit welchen Informationen diese Zielgruppe versorgt werden möchte und wo heute noch Defizite in der Finanzkommunikation liegen, hat das Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig gemeinsam mit der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. (DSW), der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (SdK) und der Deutsche EuroShop AG untersucht. Befragt wurden mehr als 500 Privatanleger in Deutschland mit monetärem Engagement in Aktien, Investmentfonds und/oder Unternehmensanleihen.
Fleishman-Hillard stellt die deutsche Adaption der schon vor etwas längerer Zeit veröffentlichten, internationalen Digital-Influence-Studie vor. Dabei haben die deutschen Agentur-Manager dankbarerweise den Datenband noch einmal aufgeschlagen um konkrete Daten zum deutschen Markt für die Öffentlichkeit aufzuarbeiten. Dadurch gewinnen wir wichtiges Datenmaterial, um das subtile Zusammenspiel der Einflussfaktoren bei Kaufentscheidungen besser zu verstehen. Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Nach Freunden und Familie ist das Internet für die Deutschen die wichtigste Entscheidungshilfe bei Kaufentscheidungen
- Knapp 40 Prozent der Deutschen verbringen mehr als zehn Stunden pro Woche online
- Für 75 Prozent der Befragten ist das Internet die wichtigste Entscheidungshilfe
- Suchmaschinen sind für 91 Prozent der Onliner die erste Anlaufstelle
Der von Fleishman-Hillard und Harris Interactive vorgelegte Digital Influence Index 2012 ist eine der wichtigsten Studien über den Einfluss des Internets auf das Konsum- und Kaufverhalten. Die globale Studie unter rund 4.600 Internetnutzern aus China, USA, Japan, Indien, Kanada, Deutschland, Frankreich und Großbritannien erfasst zentrale Aspekte der Internetnutzung und untersucht den Einfluss verschiedener Medien auf die Entscheidungsfindung der Verbraucher.
Die wichtigsten Infografiken sind in einem E-Book zusammengefasst.
Burson-Marsteller stellte im Januar ihre internationale Agentur-Studie zur Reputationsentwicklung großer Unternehmen vor. Leider verspricht der Titel mehr, als die Veröffentlichung hält. Zwar besteht ein großer Bedarf an detaillierten Reputationsdaten. Die Studie bietet allerdings vor allem alt Bekanntes. Dass der Automobilsektor in Deutschland eine hohe Reputation genießt, höher als in anderen Ländern - wer hätte das gedacht. Dass Energieversorger und Banken in Sachen Reputation eher hinterher hinken - das ist nicht wirklich neu. Dass die wirtschaftlichen Faktoren stärkeren Einfluss auf die Reputation haben, als die Verantwortungsthemen - auch das hat man schon mal gehört. Vielleicht gut zu wissen: Unter den Top 25 Corporate Reputations sind nur vier deutsche Unternehmen: Adidas, Puma, Bosch und VW.
Summa summarum: Wieder eine von den Studien, von denen man gerne die Rohdaten hätte, weil die veröffentlichten Daten nur Gemeinplätze zulassen. Die spannenden Fragen bleiben offen: Wie entwickeln sich Reputationsdynamiken? Wie verhielten sich die Unternehmen im Vorjahresvergleich? Welche Faktoren hatten auf die Reputationsentwicklung Einfluss. So kann man leider eher wenig damit anfangen. Vielleicht hat das Unternehmen ja ein einsehen und rückt für die deutsche Veröffentlichung noch etwas aus dem Daten-Nähkästchen heraus.

Eine aktuelle Studie von stepstone zeigt Lücken in der Strategiekommunikation zahlreicher Unternehmen: Viel zu wenig Manager in deutschen Unternehmen sind ausreichend über Unternehmensziele und Strategien informiert.
Strategiekommunikation ist Führungsaufgabe, und zwar in einem doppelten Sinn:
- als Aufgabe des Top-Managements, das kommunizierbare Strategien zur Verfügung stellen und konsequent nach innen leben muss,
- als Aufgabe aller Führungskräfte, die Ziele und Strategien für die eigenen Bereiche und Abteilungen verständlich aufbereiten und mit den Mitarbeitern durchsprechen müssen.
Doch so sieht man das offensicht nicht in allen deutschen Unternehmen. Laut einer aktuellen Studie der Online-Jobbörse stepstone.de sind jeder dritten deutschen Fach- und Führungskraft (33 Prozent) die Ziele des eigenen Unternehmens für 2012 unbekannt. Während jeder Dritte den Unternehmensfahrplan gar nicht kennt, gab knapp jeder vierte Befragte (23 Prozent) an, nur eine ungefähre Ahnung von der Unternehmensstrategie zu haben. Nur 44 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte kennen dagegen den Kurs, auf den ihr Arbeitgeber 2012 zusteuert.
Eine echte Klatsche für viele deutschen Unternehmen. Denn zielgerichtetes und effizientes Arbeiten setzt nun mal voraus, dass man die Ziele überhaupt kennt. Die Schuld an dem Dilemma werden viele Chefs zunächst einmal bei ihren Kommunikationsmanagern suchen. Wenn die Umfrageergebnisse nicht stimmen, mussten die noch stets Rede und Antwort stehen. Antworten gibt es zwar, doch die sind nicht immer gerne gehört. Denn die Instrumente für eine moderne und innovative Strategiekommunikation sind gleichermassen bekannt wie unbequem:
- eine offene und regelmäßige Informationspolitik zur Ausrichtung und Zielsetzung des Geschäftsmodells
- eine Dialogkultur, die Fragen der Mitarbeiter nicht fürchtet sondern explizit einfordert.
Die interne Kommunikation kann mit modernen Tools viel tun, um Strategien verständlich darzustellen. Aber es ist und bleibt auch eine Führungsaufgabe, den Menschen zu erklären, warum und mit welchem Ziel sie jeden Tag ihre konkrete Aufgabe erfüllen sollen.
In Reputation we trust: Eine aktuelle Agenturstudie liefert spannende neue Daten, die altbekannte Erkenntnisse zur Bedeutung von Unternehmensreputation untermauern:
- Unternehmensreputation ist genauso wichtig wie die Markenreputation.
- Unternehmensreputation steht für Qualitätssicherheit.
- Jegliche Unstimmigkeiten zwischen der Reputation eines Unternehmens und seines Produktes erzeugt starke Reaktionen seitens der Verbraucher.
- Produkte bringen Diskussionen ins Rollen, negatives Handeln überschattet positive Taten, die Reputation folgt auf dem Fuße.
- Die Unternehmensreputation zahlt auf den Marktwert einer Firma ein.

Glaubwürdigkeit ist ein hohes Gut - und ein knappes in diesen Tagen. Das Vertrauen in die Institutionen dieser Gesellschaft sinkt in bedenklicher Form. Nach den zahlreichen Skandalen des vergangenen Jahres in Politik, Wirtschaft und Medien ist das nicht besonders erstaunlich. Diese Entwicklung ist allerdings nicht auf Deutschland beschränkt. Eine aktuelle Studie zum Thema Vertrauen zeigt, wie das Vertrauen in die gesellschaftlichen Institutionen weltweit und auf breiter Front einbricht.
Im Rahmen der weltweiten Studie Edelman Trust Barometer für das Jahr 2012 werden jeweils eintausend Personen der breiten Öffentlichkeit von 25 Ländern berfragt, wem sie zu welchen Themen und über welche Kanäle am meisten Vertrauen schenken. Unterschieden wird dabei in Vertrauen gegenüber Regierungen, Unternehmen, Medien und Nichtregierungsorganisationen (NGOs).
Den stärksten Vertrauensverlust haben Regierungen erfahren. Sie rutschten in der Glaubwürdigkeit von 49% im Jahr 2011 auf nun 38% ab. Auch der Vertrauens-Level von NGOs ist stark gesunken. Die im Vergleich ohnehin sehr skeptischen Deutschen haben insbesondere Vertrauen in die Wirtschaft verloren. Hier fiel der Index von 52% auf 34% ab. Wie schon im Vorjahr waren die Branchen mit dem geringsten Vertrauen in der Bevölkerung der Banken- und Finanzdienstleistungssektor: Mit lediglich 47% bzw. 45% befindet sich das Vertrauen hier auf dem Tiefststand.
Diese Glaubwürdigkeitskrise ist kein Strohfeuer sondern offensichtlich ein globaler Trend, den wir nicht ignorieren sollten. Die Implosion der Glaubwürdigkeit unterminiert den gesellschaftlichen Zusammenhalt und entzieht auch PR-Managern die Grundlage für zielgerichtete Kommunikation. Der langfristige Aufbau von Vertrauen muss daher wieder zur obersten Maxime unserer Profession werden, um diesen Trend langfristig umzukehren.

